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USA ROADTRIP MIT NUR 50€ AM TAG

Als Stephan und ich unseren 3 monatigen USA Roadtrip geplant haben, wussten wir nicht wie viel Budget wir dafür insgesamt brauchen würden, wie viel an einem Tag ausgeben und ob wir für Ausflüge, SIM Karten und Surf Kurse extra Geld beiseite legen sollten. Ehrlich gesagt war es schwierig das alles vorher einzuschätzen und leider hatte auch keiner unserer Freunde schon so eine Reise durch die USA gemacht. Genau darum teile ich unsere Erfahrungen hier und hoffe dass es euch bei der Reiseplanung hilft.

1. BUDGET

Flüge oder generell die Anreise, nehmen oft einen Großteil der Kosten ein. Vorallem wenn ihr vielleicht gar nicht länger als 14 Tage unterwegs sein wollt. Deswegen solltet ihr versuchen flexibel an die Planung ranzugehen und bestenfalls spontan, genau dann zu buchen, wenn ihr im Internet ein gutes Angebot findet. Dabei helfen euch Websites wie Urlaubsguru oder Urlaubspiraten und ihr könnt euch auch direkt bei den Airlines für Newsletter anmelden. Bei Air Berlin gibt es beispielsweise den Super Sunday bei dem verschiedene Flugstrecken dann wirklich günstig sind.

Nachdem wir die Flüge gebucht hatten, haben wir uns entschieden 100€ pro Tag für uns beide einzuplanen. Das heisst also 50€ pro Person/ Tag. Und damit haben wir dann auch wirklich alles von Unterkunft über Essen, Mietwagen, Ausflüge bis hin zu Campingausrüstung abgedeckt.

Oft haben wir sogar viel weniger als die 100€ ausgegeben und konnten deswegen auch locker mal Shoppen gehen, im schönsten Bed and Breakfast auf ganz Big Island, Hawaii schlafen oder ganz zentral in Venice Beach, LA und Manhatten, NYC übernachten.

Das ist natürlich nur die Erfahrung die wir gemacht haben, aber wenn man versucht vernünftig mit dem Budget umzugehen, dann muss man nicht auf jeden Cent achten, kann aber auch nicht jede Nacht in einem Luxushotel schlafen.

2. BUDGET MANAGEMENT APP

Um den Überblick über das Budget zu behalten kann ich die App m8 sehr empfehlen. Dort kann man sich ein Budget festsetzen und dann einfach alles eintragen was man ausgegeben hat. Wenn man das ganze noch in verschiedene Kategorien wie Essen & Trinken, Reisekosten wie Mietwagen oder öffentliche Verkehrsmittel, Unterkunft und Ausflüge/ Spaß aufteilt, hat man einen tollen Überblick wie viel man eigentlich für was ausgegeben hat. Außerdem sieht man genau wie viel vom Gesamtbudget schon ausgegeben wurde und wie viel man am Tag ausgegeben hat.

Die App muss natürlich detailliert und gewissenhaft benutzt werden, denn wenn man nicht wirklich jeden Dollar der für einen Kaffee hier oder eine Kugel Eis zwischen durch ausgegeben wird einträgt, kommt es schnell zu Ungenauigkeiten. app m8

3. UNTERKUNFT

Je länger man unterwegs ist desto höher sind auch die Kosten für die Unterkunft und deswegen kommen hier ein paar Tips und Beispiele, wie man die so niedrig wie möglich halten kann.

Camping ist die Option die wir wirklich toll finden. Während unseres Roadtrips durch die USA haben wir zum Beispiel am Hoover Dam in der Nähe von Las Vegas, am Grand Canynon, an Kaliforniens Westküste in der Nähe des berühmten Highway 1, in Malibu, San Francisco und im Yosemite National Park gecampt. Mit einer leichten Campingausrüstung lässt es sich auch unkompliziert fliegen und Zelt, Schlafsack und Isomatte gehen auch unkompliziert im Handgepäck an Board.

Die meisten Campingplätze in Nationalparks oder State Parks kosten um die 10-30$ (umgerechnet zwischen 8-25€) die Nacht und die privaten Zeltplätze, wie beispielsweise die von KOA, kosten bis 50$ (ca. 44€) pro Nacht. Das ist zwar etwas teurer, allerdings sind die privaten Campingplätze auch besser ausgestattet und haben teilweise sogar WLAN und einen Pool.

Bezahlt wird pro Stellplatz, also wird es günstiger wenn ihr den Roadtrip nicht alleine unternehmt. Zu zweit kann man also schon für jeweils 5$ übernachten und in einer Vierer Gruppe sogar für jeweils nur 2,5$.

Meine TOP 8 Campingplätze in Kalifornien und wie man die Zeltplätze während eines USA Roadtrip buchen kann, könnt ihr hier nachlesen.South Carls Bad State Beach CampingÜber Airbnb kann man private Zimmer, Mehrbettzimmer oder sogar eine ganze Wohnung, Haus oder Apartment von anderen Leuten buchen. Im Grunde kann man also das Zuhause von jemandem mieten. Das ist oftmals günstiger als Hotels, man kann eine Küche nutzen (um selbst zu kochen und Geld zu sparen) und außerdem haben die Gastgeber meist ziemlich gute Tipps parat.

Wenn ihr offen und gelassen seid, dann ist auch Couchsurfing eine tolle Idee. Mit etwas Glück kann man völlig kostenfrei  auf der Couch eines Gastgebers übernachten. So kann man nicht nur eine Menge Geld sparen, sondern lernt auch neue Leute kennen. Allerdings sollte man sich nur für Couchsurfing entscheiden, wenn man auch Lust hat die Leute kennenzulernen und nicht wenn man einfach kostenlos irgendwo schlafen will.

In Amerika gibt es viele Motels die direkt an den Highways liegen und die nur 40-60$ (35-50€) pro Nacht kosten. Gebucht haben wir meist über Booking.com, weil man dort schnell das billigste Motel oder eines mit Special Offer findet. Empfehlen kann ich die Übernachtung in Motels allerdings nicht, denn ich schlafe lieber in meinem eigenen Schafsack als in abgenutzten Hotelzimmern.

Gegen ein schönes Hotel ab und zu habe ich allerdings nichts einzuwenden und auch bei einem kleinen Budget, ist das während der USA Rundreise ab und zu drin. Einfach immer mal bei Booking.com nach guten Angeboten schauen und auf das richtige Timing achten. Nach Las Vegas sollte man, wenn man aufs Budget achten muss, zum Beispiel nicht am Wochenende fahren. Da kosten die Hotels gerne mindestens doppelt so viel wie von Sonntag bis Donnerstag und auch unter der Woche ist in Las Vegas sehr viel los.

Wenn man mit Mehrbettzimmern klar kommt und Lust auf Gesellschaft hat, dann sind Hostels super. In Amerika gibt es zwar nicht so viele wie in Backpacker Ländern, aber in größeren Städten wie Los Angeles, San Diego, New York, Miami oder San Francisco gibt es tolle Hostels. Ein Bett im Dorm Room kostet um die 30$ (25€) pro Nacht und hat den Vorteil dass man einfach neue Leute kennenlernt, die gerade auch auf Reisen sind.hostel venice beach los angeles

4. MIETWAGEN

Die Mietwagen haben unser Budget gesprengt und daran war leider auch unser junges Alter schuld. Weder Stephan noch ich waren 25 Jahre alt, weswegen wir pro Tag die ‘Young Driver Fee’ zahlen mussten. Wenn ihr also jemanden dabei habt, der mindestens 25 Jahre alt ist, dann würde ich empfehlen diese Person fahren zu lassen und dadurch eine Menge Geld zu sparen.

Falls ihr unter 25 Jahre alt seid, dann könnt ihr vielleicht mit der International Student Identity Card ‘ISIC‘ sparen. Wenn ihr aktuell in einer Uni eingeschrieben seid oder eventuell noch einen aktuellen Schülerausweis habt, dann könnt ihr für 15€ die ISIC Karte beantragen und ein ganzes Jahr lang die verschiedensten Rabatte nutzen. Unter anderem haben sie einen Young Drivers Deal mit dem Mietwagen Anbieter Alamo, bei dem ihr nicht nur eine Vollkasko Versicherung, staatliche Haftpflicht und unbegrenzte Kilometer habt, sondern generell um die 20% weniger bezahlt. Das ist zwar immer noch nicht ganz so günstig wie mit 25 Jahren, durch die Zusatzversicherungen und den Rabatt allerdings schon ein ziemlich guter Deal.

Wir haben die Mietwagen also immer online mit der ISIC Karte gebucht und nie Probleme gehabt. Manchmal lohnt es sich außerdem den Mietwagen abzugeben und am nächsten Tag eine neues Auto zu mieten – möglich ist das, wenn ihr beispielsweise in einer großen Stadt seid und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen könnt. Schon etwas nervig und aus meiner Sicht auch gar nicht logisch, weil doch mehr Kosten durch den administrativen Aufwand entstehen müssten, allerdings haben wir dadurch tatsächlich Geld gespart.

Und natürlich wird es auch hier billiger, wenn ihr zu viert unterwegs seid und die Kosten für den USA Roadtrip teilen könnt.USA Roadtrip Rental Car 50$ a day

5. ESSEN, TRINKEN & VERPFLEGUNG

Selber kochen statt essen gehen ist hier die Devise um ordentlich Geld zu sparen. Und Stephan und mir hat das auch viel Spaß gemacht, denn so konnten wir die Supermärkte und alle möglichen Produkte ausprobieren, die wir in Deutschland so nicht haben. Die Auswahl ist in den USA wirklich riesig! Aber keine Sorge, auch mit 50€ am Tag, haben wir oft bei Starbucks oder Subway gegessen und in jeder Stadt die beste Pizza probiert.

Um im Budget zu bleiben sollten Biomärkte wie Whole Foods eher gemieden werden. Die meisten Supermärkte haben aber so genannte Member Cards oder ein Market Rewards Program, bei dem ihr euch anmelden könnt und somit wenigstens ein bisschen sparen könnt. Durch die Member Cards konnten wir oft 3 für 2 Deals oder get 1 for free Angebote wahrnehmen. Bei der Anmeldung muss eine Adresse angegeben werden und da das niemand kontrolliert und ihr auch keine Post zugeschickt bekommt, könnt ihr zum Beispiel einfach die Adresse eurer Autovermietung angeben.

Hier einige Fotos die beweisen dass es Spaß macht selbst zu kochen und ich glaube gegen ein Frühstück am Strand hat wohl niemand etwas einzuwenden. 😉Camping South CarlsbadCamping Hawaii Volcano National Park Camping Spencer Beach Hawaii

6. NATIONALPARK – PASS

Amerika hat wunderschöne Nationalparks und bei jedem USA Roadtrip bietet sich die Möglichkeit ein paar davon zu besuchen. Für 80$ (ca. 71€) gibt es den America the Beautiful Pass mit dem man 1 Jahr lang Eintritt in jeden National-, State Park oder Recreation Area hat. Zwei Personen können namentlich für den Pass registriert werden (also nur 35€ pro Person) und generell gilt das mit einem Pass ein ganzes Auto Eintritt hat, weswegen ihr auch locker zu viert unterwegs sein könnt. Es lohnt sich wirklich und meist hat man den Preis schon bei zwei Parkbesuchen wieder drin. Wir haben den Pass einfach bei dem ersten Park gekauft, zu dem wir gefahren sind.

Meine Favoriten sind Grand Canyon, Yosemite, Yellow Stone, Zion und Redwood, aber auch kleinere Parks wie Pinnacles oder die Lake Mead Recreation Area beim Hoover Dam sind wirklich schön.Grand Canyon National ParkGrand Canyon USA Roadtrip  Yosemite National ParkDas war sicher nicht unser letzter USA Roadtrip und ich wünsche euch so viel Spaß falls ihr auch einen macht! Wenn ihr Fragen habt könnt ihr mich auch immer via Email kontaktieren.

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1 Comment

  • Reply
    Karo
    July 28, 2016 at 11:31 pm

    super Post! Ich will unbedingt mal einen Roadtrip durch die USA machen. 🙂

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